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Im Kriegsfall waren alle arbeitsfähigen Männer der Einwohnerschaft zum Verteidigungsdienst verpflichtet. Die Waffen wurden selbst bezahlt. Im Gegenzug musste die Stadt gefangen genommene Kämpfer der eigenen Seite auslösen.

Die Oberschicht stellt die Kavallerie , das städtische Schützencorps wurde zunehmend auch als Polizeitruppe eingesetzt. Für ärmere Einwohner wurden in Zeughäusern Waffen gelagert. Jahrhundert entzogen sich wohlhabende Bürger zunehmend ihrer Verteidigungspflicht, indem sie Ersatzmannen stellten.

Zunehmend wurden besoldete Wächter und Stadtknechte eingesetzt. Die innere Rechtsstruktur der Städte unterschied sich erheblich von der des Umlands. Es umfasste die verliehenen Rechte und Freiheiten, beispielsweise Marktprivilegien, Münzrecht, Zoll, Steuer- oder Wehrhoheit , und wurde im Verlauf der Entwicklung durch verschiedene Gewohnheitsrechte ergänzt und verändert.

Das städtische Recht wurde in Statuten niedergeschrieben. Wer den Bürgereid leistete, unterwarf sich damit auch den Willküren. Bei Neugründungen von Städten wurden die Rechtsordnungen bereits bestehender Städte übernommen. Im Mittelalter entwickelten sich mehr oder weniger abhängige Stadtstaaten oder Stadtrepubliken, Städte die sich im Heiligen Römischen Reich den Status einer Freien Reichsstadt erworben hatten oder in Italien selbständige Staaten waren.

Es kann sich dabei um einen souveränen Staat oder um einen Gliedstaat innerhalb eines Bundesstaates nach dem föderalistischen Prinzip handeln. Im Heiligen Römischen Reich wurden als Freie Reichsstadt jene Kommunen bezeichnet, die keinem Reichsfürsten , sondern direkt dem Kaiser unterstanden und auch einige Bischofsstädte, die eine gewisse Autonomie erworben hatten. Es gab im Mittelalter bis möglicherweise Reichsstädte.

Bis zum Reichsdeputationshauptschluss von gab es insgesamt noch 51 Reichsstädte, danach nur noch sechs Städte: Ab blieben im Deutschen Bund bzw. Rom war nur kurzfristig Stadtrepublik. Die frühere Reichsstadt Basel wurde als Halbkanton ein Stadtstaat. Genf wurde die Genfer Republik und Stadtrepublik bis es um ehemals französischen Landgebiete zu einem auch ländlichen Kanton mit 45 Gemeinden erweitert wurde. Weitere Stadtrepubliken waren unter anderem Nowgorod — und Pskow Zunächst wurden die Städte direkt vom jeweiligen Stadtherren und seinen Beamten beherrscht.

Jahrhundert begannen nach dem Vorbild der Städte der Lombardei diese Beamte sich zunehmend zu verselbstständigen; die Beamten kamen aus den Familien des Patriziats. Jahrhundert gab es Stadträte in nahezu allen Städten.

Diese Rechte wurden nicht mehr im Auftrag des Stadtherren, sondern verstärkt aus dem eigenen Machtanspruch des Stadtrats heraus beansprucht, der sich aus der im Bürgereid vereinten Bürgerschaft speiste.

Nach den Ständekämpfen des Jahrhunderts war dieser Prozess im Jahrhundert weitgehend abgeschlossen und die Stadträte hatten sich als Regierung der Städte aus eigener Macht etabliert. Jahrhundert bildeten sich spezialisierte Ratsausschüsse. Neben politischen Entscheidungen reglementierte der Stadtrat auch die städtische Wirtschaft und legte Warenpreise fest.

Etwas langsamer und nicht überall folgte diese Entwicklung auch für die Blutgerichtsbarkeit , die gelegentlich an den Stadtrichter oder Bürgermeister persönlich weitergegeben wurde. Die Wahlen zum Stadtrat waren sehr unterschiedlich gestaltet. Anfangs wurde der Rat von der Bürgerschaft für kurze Perioden gewählt. Die Amtszeiten weiteten sich aber immer mehr aus, teilweise bis zur Wahl auf Lebenszeit.

Ab dem Ende des Jahrhunderts kam die Bezahlung des vormals ehrenamtlichen Ratsamtes auf. Neben der Teilnahme an Ratssitzungen, in denen politische Entscheidungen gefällt wurden, bekamen einzelne Ratsmitglieder auch Ämter, diplomatische oder militärische Aufgaben übertragen.

Diese Ämter wurden meist jährlich unter den Ratsmitgliedern verteilt. Jahrhundert kamen längere Amtsperioden auf. Daneben gab es Dienstämter, deren Inhaber keine Ratsmitglieder waren und von der Stadt besoldet wurden. In der Zeit nach dem Mittelalter wurden nur noch wenige Städte neu gegründet, die einem der folgenden Typen zuzuordnen sind.

Die Renaissance definiert Stadtgrundriss und Stadtbild neu, doch bleiben etliche Stadtentwürfe unverwirklicht. Die verwirklichten werden oft als Idealstädte bezeichnet, die gebaute Wirklichkeit ideal, vor allem in geometrischer Hinsicht, ausrichteten. Um diesen konzentrieren sich die wichtigen Bauten der Stadt als einzelne, in Anlehnung an die wiederentdeckte Antike, einfache geometrische Baukörper Würfel, Zylinder usw.

Dies kontrastiert zu den vorher organisch gewachsenen oder geplanten, aber dem natürlichen Gelände angepassten mittelalterlichen Städten.

Im Barock verankern die Fürsten ihren Sitz fest mit und in den vormals frühbürgerlich regierten Renaissancestädten, setzen am Hauptplatz im Stadtzentrum ihr Schloss an die Stelle der vorherigen Renaissancebauten und sorgen für einheitliche, in Konstruktion, Höhe und Farbe auf das fürstliche Schloss hinführende, Stadtbebauung.

Die durchgreifenden baulichen, rechtlichen und stadthygienischen Erlasse der Barockfürsten bereiteten die Bewältigung und Verwaltung der viel umfangreicheren Massenerscheinungen der sich ankündigenden Industrialisierung in den Städten vor. Die neue Gruppe der erfahrenen Verwaltungsfachleute versucht schon im Klassizismus Ende Jahrhundert und den industriellen Anfängen, die gesellschaftlichen Barrieren wie Leibeigenschaft , Zünfte und Privilegien sowie Slums oder fehlende Stadthygiene anzugehen.

Vor allem durch das klassizistische England und speziell London werden Impulse gegeben, die Natur wieder in die engen finsteren Städte einzubeziehen. Zunehmend setzen sich Bewegungen für durchgrünte und hygienische Wohnviertel durch, deren Realisierung aber erst gegen Ende des Jahrhunderts in Gang kommt. Durch die industrielle Bewegung nahm die Verstädterung in den Hauptstädten und damaligen Industriestandorten erheblich zu.

Folgende Einwohnerzahlen in Tausend sind von bis zu verzeichnen geordnet nach dem Stand von ; dazu zum Vergleich der Bevölkerungsstand der Stadt nicht der Agglomeration von Die Industrialisierung , gekennzeichnet vor allem dadurch, dass die Dampfmaschine den manuellen Betrieb ersetzt und in der Eisenbahn Verwendung findet, beginnt in England bereits ab dem Jahrhundert sowie in Japan ab Anfang des Andere Länder folgen, teilweise bis heute.

Das Industriezeitalter im Jahrhunderts bringt eine Urbanisierung bis hin zur verstädterten Gesellschaft mit sich. Jahrhundert entstanden zahlreiche technische Basiserfindungen und ihre Weiterentwicklungen.

Durch diese entstanden innerhalb weniger Jahre in den Städten neue industrielle Arbeitsplätze. Der Bedarf an Arbeitskräften, vor allem der der Textil- und Montanindustrie, konnte mit dem lokalen Arbeitskräftereservoir nicht mehr gedeckt werden. So siedelten sich viele Industriebetriebe in Städten an, um genug Arbeiter einstellen zu können.

Begünstigt wurde dies durch Innovationen in der Verkehrstechnologie, wie der Eisenbahn und des Dampfschiffes, durch welche die verarbeitende Industrie nicht mehr an die Standorte der Rohstoffvorkommen gebunden war.

Ebenso zogen viele Arbeiter vom Land in die Städte, um dort arbeiten zu können. Diese Interdependanz trieb das industrielle Wachstum und die rasche Zunahme der Bewohnerzahlen der Städte voran. Nachdem sich die Altstädte in der ersten Phase verdichtet hatten, kam es dann zur räumlichen Expansion.

Fabrikanlagen und Arbeiterviertel mit Mietskasernen entstanden in der Nähe der Altstädte. In Deutschland wurden neue Städte gegründet wie zum Beispiel Bremerhaven , Oberhausen , Ludwigshafen , Wilhelmshaven und Wolfsburg Die bestehenden Städte wuchsen und veränderten sich zu Städteverbundgebieten, vor allem in Bergbaugebieten wie dem Ruhrgebiet, in Oberschlesien oder im Saargebiet.

Um dem entgegenzuwirken, wurden ab etwa Reformversuche gemacht und Bauzonenordnungen erlassen. Gleichzeitig beginnen erste Projekte zur Sanierung der mittelalterlichen Stadtkerne. Diese sind in manchen Städten völlig überbaut, überbevölkert und hygienisch untragbar geworden. Jahrhunderts war ein noch weitergehender Reformansatz auf die Probleme der industrialisierten Stadt, der durch den Ersten Weltkrieg allerdings nur sehr beschränkt umgesetzt wurde.

Auch die Gartenstadt war beginnend in England ein wichtiges Thema. Neue Städte für die Industrieproduktion entstanden unter anderem in Deutschland, zum Beispiel in Salzgitter. Sie hatte Pläne zu einer Agrarisierung, und zur Auflösung von Städten.

Andererseits war eine monumentale Umgestaltung der Städte geplant. Durch Flächenbombardement und andere Kriegseinwirkungen wurden im heutigen Gebiet von Deutschland rund 3,5 Millionen Wohnungen sowie viele andere Gebäude zerstört. In der Bundesrepublik Deutschland und trotz zentralstaatlicher Lenkung auch in der DDR lassen sich unterschiedliche räumliche Muster des Wiederaufbaus der Innenstädte erkennen:.

Organisatorisch war dabei die neue sozialistische Bodenordnung mit der Aufhebung des freien Bodenmarktes und dem weitgehenden Enteignungsrecht für die staatliche Planung nützlich, Stadtteilplanungen, ungeachtet der historischen Stadtgrundrisse, durchzuführen.

Städte wurden als Ausdruck der neuen gesellschaftlichen Ordnung verstanden: Die wenig abwechslungsreiche Bebauung unter anderem führt teilweise zu geringer Attraktivität, Folge sind hohe Leerstände etc. Der Bau von Parkplätzen konnte mit dem Bedarf nicht Schritt halten. In den er Jahren erfolgten viele Eingemeindungen , wobei im Zuge der Gebietsreformen der Länder aus dem Zusammenschluss mehrerer Gemeinden neue Städte entstanden sind.

Einigen ermangelte es an einem eigenen Zentrum in einem polyzentrischen Städtesystem. Der sozialistische Wohnkomplex war ein Neubauviertel mit etwa Nachdem die Entwicklung der Städte für gut ein Jahrzehnt im Wesentlichen in raumgreifenden Stadterweiterungen am Stadtrand auf der einen Seite und radikalen Stadtumbauten mit Verdrängung der Wohnbevölkerung in den Innenstädten auf der anderen Seite geprägt war, galt es nun, sich stärker der Sanierung von Wohnvierteln zuzuwenden.

Im Bewusstsein der Planer hatte dies behutsam zu geschehen. Die Sanierung der Städte wurde ab in Modellstädten und ab bundesweit begonnen und mit dem Beschluss des Städtebauförderungsgesetzes ein Rechts- und Fördersystem eingeführt. Die städtebauliche Erneuerung sollte die Erhaltung und Modernisierung von Gebäuden, die Revitalisierung der Zentren und Nebenzentren und die Verbesserung des Wohnumfeldes in den betroffenen Gebieten ermöglichen. Bis waren die historischen Stadtkerne in Westdeutschland weitgehend saniert.

Der Bund und die neuen Länder schufen dabei zusätzlich ein neues Förderprogramm zum städtebaulichen Denkmalschutz , um Städtebau und Denkmalschutz miteinander stärker zu verbinden. Die Aufgaben der Stadt haben sich verändert. Nach wie vor müssen Flächen für Wohn- und Gewerbenutzung bereitgestellt werden, aber andere Aufgaben erhalten immer stärkere Bedeutung. Nachfragebedingt wurden mehr Eigenheim- und Reihenhausbauten erstellt.

Da die Städte die dazu notwendigen Flächen nicht bereitstellen können, erfolgte ein kleinteiliges Wachstum im Umland der Städte Suburbanisierung. Im Umland war ein erheblicher Flächenverbrauch zu verzeichnen. Die ländlichen Strukturen wurden beeinträchtigt.

Diese Entwicklung bewirkte auch, dass sich Einkaufszentren und kleinere Betriebe an die Stadtränder mit billigem Baugrund ansiedelten; Kaufkraft und Arbeitsplätze verlagerten sich. Die zentrale Stadt musste trotz sinkender Steuereinnahmen weiterhin für die überregionale Infrastruktur und die sozialen Kosten aufkommen. Eine Anpassung des Systems der Steuer- und Abgabenverteilung zwischen den Ländern Stadtstaatenprobleme und in den Ländern Kommunaler Finanzausgleich erfolgte nicht, oder unzureichend oder verzögert.

In vielen Städten konnte seit letzter Zeit eine Rückbesinnung und Rücksiedlung zur Stadt verzeichnet werden. Abwanderungen und genereller Bevölkerungsrückgang prägen die Stadtentwicklung in Ostdeutschland schon seit etwa Diese Entwicklung muss auch in den westdeutschen und westeuropäischen Städten spätestens ab erwartet werden.

Andernorts sind immer dünner besiedelte Städte und Stadtquartiere die Folge. Neue Brachflächen durch Abriss von Wohnbauten werden entweder anderen Nutzungen zugeführt oder wieder Grünflächen.

Eine Antwort auf die schrumpfende Stadt ist der Stadtumbau. Ziel dieses Programms ist es, der sich verschärfenden sozialen und räumlichen Spaltung in den Städten gegenzusteuern. Im Vordergrund steht dabei eine Orientierung der Stadtentwicklung auf die Quartiersebene und die Einbeziehung der betroffenen Bevölkerungsgruppen und der lokalen Akteure in den Stadtteilen siehe Quartiersmanagement. Kommunale Familienpolitik entwickelt sich zu einer der Schlüsselaufgaben von Städten.

Angesichts des demographischen Wandels ist die Ausgewogenheit des Generationenverhältnisses gefährdet. Dabei muss sie den Anforderungen der Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und Lebensformen gerecht werden.

Die Städte verbessern weiterhin ihre zumeist historischen Stadtzentren und zunehmend auch die Stadtteilzentren siehe auch Städtebauförderung um Stadtbewohner und Besucher Städtetourismus anzuziehen. Der Standortwettbewerb der Städte untereinander und der Regionen nimmt zu. Diese Entwicklung wird sich in einer zunehmenden Freizeitgesellschaft fortsetzen.

Auch im Computerzeitalter nimmt die Mobilität der Stadtbewohner zu. Das Verkehrsnetz wird deshalb weiter ausgebaut. In den schnell wachsenden Städten Nordamerikas gibt es nur wenige historische Stadtkerne mit typischen Merkmalen ausgenommen zum Beispiel Boston und andere Städte des Nordostens.

Sie sind selten auf einen Mittelpunkt ausgerichtet. Beide Staaten gehören damit heute zu den am stärksten verstädterten Nationen der Erde. Im portugiesischsprachigen Raum wurden die Städte meist an der Küste gegründet, ursprünglich umgeben von Befestigungsanlagen. Es gab keine geometrischen Anordnungen. Um die ausgewiesenen Wohngebiete legen sich oft Ringe von informellen Siedlungen und Slums.

Das Modell der orientalisch - islamischen Stadt gehört zu den neueren Stadtmodellen der Stadtforschung. Orientalische Städte verfügen über eine mehr als 5. Durch die politische, kulturelle und soziale Expansion des Islams ab dem sechsten Jahrhundert wurde die orientalische Stadt zunehmend islamisch geprägt. Jahrhundert führte der westliche Einfluss zu einer erneuten Veränderung des Stadtbildes.

Man unterscheidet daher zunächst das Modell der orientalisch-islamischen geprägten Stadt und das Modell der orientalischen Stadt unter westlichem Einfluss. In Australien wird der Status einer Stadt formell nur in einigen Staaten angewandt. Die meisten Staaten unterscheiden zwischen Citys und Towns. Als town bezeichnet man Städte, die kein Zentrum der Bevölkerung sind, während eine city fast immer ein Zentrum der Bevölkerung ist. In jedem Staat und dem Nordterritorium hat jedes eingetragene Gebiet einen offiziellen Status.

Die verschiedenen LGA-Status sind gegenwärtig:. Jahrhundert war die Landwirtschaft Hauptbesteuerungsquelle, um die Finanznot zum Beispiel des französischen Königs zu mildern. Ausgelöst durch die dann in England schon früh einsetzende Industrialisierung wenden sich englische Philosophen den nicht-landwirtschaftlichen Produktionsbereichen zu. Beeinflusst dadurch am Vorabend und im Zuge der Französischen Revolution sowie eigener Industrialisierungsanfänge richten nun französische und sodann deutsche Gelehrte ihre Aufmerksamkeit immer stärker auf die Stadt als Ort sich anbahnenden industriellen und gesellschaftlichen Wandels.

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